Nationalistenverfolgung in Südtirol | Südtirol bleibt deutsch!
Gegen Faschismus - für Tirol! | Besatzungspresse in Südtirol
Sepp-Kerschbaumer-Gedenktafel beschmiert!
Besatzungshörige "Deutschlehrer" | Zwiegespräch mit dem JVA-Report
Gewaltexzesse der Carabinieri | Geheimkomplott gegen Südtirol
Reden wir über Südtirol | Doppelte Staatsbürgerschaft für Südtiroler
95% der Südtiroler wollen keine Italiener sein
Petition für doppelte Staatsbürgerschaft
Faschistischer Marsch am 5. März 2011 | Bald doppelte Staatsbürgerschaft?
Südwestdeutscher Kulturtag 2011 | Begnadigung Südtiroler Freiheitskämpfer
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Verhaftung der Pfunderer Buam am 16. August 1956
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Gedenken an Sepp Kerschbaumer | "Südtirol bleibt deutsch"-Verteilung in Bayreuth
Platzverweis bei deutscher Sprache in Südtirol?


Flugblatt | Material | Aktionsberichte

Zwiegespräch mit dem JVA-Report

Heil Euch! Ihr habt es euch zur Aufgabe gemacht, auf das Schicksal deutscher Landsleute in Südtirol aufmerksam zu machen. Erzählt uns doch bitte, was euch dazu bewegte und ob es neben eurer jetzigen Solidaritätsaktion in der Vergangenheit schon einige Aktionen gab. Wenn ja, wie war die Resonanz unter den deutschen Kameraden in der brd und Ostmark?

Bereits 2005 kam es in Südtirol zu Massenverhaftungen gegen vermeintliche Mitglieder des Südtiroler Kameradschaftsring (SKR). Wie auch hier im aktuellen Fall 2008 wurden in der italienischen, deutschsprachigen Besatzerpresse alle Namen der Betroffenen ausgeschrieben genannt, zudem noch Alter und Wohnort. Selbst Gesprächsprotokolle der polizeilichen Überwachung wurden in den Zeitungen abgedruckt. Einige der Opfer der italienischen Willkürjustiz sind uns persönlich bekannt. Die Haftbedingungen der damals wie heute verhafteten Kameraden waren und sind skandalös. Italienische Gefängnisbeamte drohten unseren Kameraden offen mit ausländischen Inhaftierten, demütigten sie in den Zellen, worüber sich der Schweinejournalismus in der Besatzerpresse „Neue Südtiroler Tageszeitung“ auch noch köstlich amüsierte. Auch während der Verhöre 2008 wurde den Südtiroler Kameraden ihr Recht, deutsch zu sprechen, verweigert. Bereits 2005 erstellten wir Flugblätter und machten eine Mahnwache vor dem Nürnberger italienischen Konsulat. Zudem gab es eine Veranstaltung zum Thema, die die politische Lage in Südtirol beleuchtete. Das wurde auch in Südtirol registriert. Die Verfolgung deutscher Patrioten ist seit der mittlerweile 90jährigen Besetzung Südtirols durch die Italiener an der Tagesordnung. Insbesondere versuchen nun aber politische Kräfte im Zusammenspiel mit den Verfolgungsbehörden und der Speichelleckerjournaille, das legitime Aufbegehren junger Deutscher in Südtirol zu diskreditieren. Der Vorwurf des Neonazismus soll die jungen Kameraden und die alte und immer noch aktive Generation der Freiheitskämpfer spalten. Mit Lügen und Halbwahrheiten, mit der Veröffentlichung von Tagebucheinträgen und Abhörprotokollen in der dortigen Systemjournaille, sollen die jungen aufrechten Deutschen mundtot gemacht werden. Dies alles geschieht zu dem Zweck, die Freiheitsbestrebungen „Los von Rom“ international zu kriminalisieren und somit einen Verbleib Südtirols im italienischen Besatzungsstaat zu legitimieren.

Wie unterscheiden sich die Fälle 2005 und 2008?

Wie bereits erwähnt, sind die rechtsstaatlosen Unterdrückungsmaßnahmen im Grunde die gleichen geblieben. Die neue Qualität der 2008-Ermittlungen ist die Ausweitung der Verfolgung und Hausdurchsuchungen auf die Bundesrepublik Österreich. Auch dort wurden auf italienisches Geheiß hin Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen durchgeführt. Aus den Berichten wurde auch offen zugegeben, daß italienische Geheimdienstbeamte bei der Dresden-Demo im Februar anwesend waren und die Demonstrationsteilnehmer filmten und bespitzelten. Das heißt im Klartext, daß auch Nationalisten in der BRD, die Kontakt mit Südtiroler Aktivisten pflegen, selbst von den italienischen Geheimdiensten in ihrer Heimat bespitzelt werden und zukünftig auch mit staatlichen Repressionsmaßnahmen in der BRD zu rechnen haben. Ob diese geheimdienstlichen Tätigkeiten der Italiener auf fremdem Staatsboden mit Zustimmung der BRD-Behörden geschahen und weiter geschehen, ist bis heute nicht bekannt.

Man kann heutzutage unterscheiden zwischen der deutschen nationalen Bewegung und einer europaweiten Bewegung im Kampf gegen die Globalisierung. Wie sieht es da eurer Meinung nach mit einer Zusammenarbeit italienischer Nationalisten aus? Lehnt ihr diese grundlegend ab, da die vermutlich ebenfalls an Südtirol festhalten, oder vertretet ihr die Ansicht, dass die dortige Regierungsform ebenfalls wie in der brd beseitigt werden sollte und man danach zu einem gemeinsamen Entschluss kommen kann? Falls ihr eine generelle Zusammenarbeit ablehnt, was würdet ihr den deutschen Kameraden mit auf den Weg geben, die u. a. italienische Veranstaltungen besuchen?

Wir sind der Meinung, daß man mit italienischen nationalen Gruppen und Parteien nur dann zusammenarbeiten kann, wenn sie anerkennen, daß Südtirol nicht italienisches Staatsgebiet ist. Wir finden es erschreckend, wenn insbesondere im subkulturellen Bereich tausende Deutsche auf italienische Konzerte fahren und jenen die Taschen füllen, die das Selbstbestimmungsrecht Südtirols verweigern. Während jene auf den Konzerten bierselig die vermeintliche deutsch-italienische Freundschaft betrinken, wird schon am nächsten Hetzbericht von italienischen Faschisten gearbeitet, der die deutschen Südtiroler als „Deutsche Schweine“ beschimpft. Auch die NPD hat da noch geschichtlichen und politischen Nachholbedarf. Gerade deswegen sind unsere Aktionen für Südtirol nicht nur an die Gefangenensolidarität geknüpft, sondern auch einer politischen Aufklärungskampagne nach innen. Viele Nationalisten in der BRD wissen überhaupt nichts über den Südtirolkonflikt und über die geschichtlichen Hintergründe, wenn sie nach Italien fahren. Das wollen wir mit unseren Veranstaltungen, Aktionen und dem entsprechenden Material ändern, und es zeigt schon die ersten Früchte.

Diese Konfliktbewältigung ist ein sehr schwieriges Unterfangen, doch wie sollte man dieses Problem eurer Meinung nach lösen? Genügt es euch, wenn die Repressionen gegen die dort lebenden Deutschen eingestellt werden oder soll das Gebiet angeschlossen werden an Deutschland? Wenn das Gebiet an Deutschland angeknüpft werden soll, dann stellt sich die Frage, was man unternimmt, um die restlichen Gebiete, wie die Gebiete im heutigen Polen, Belgien und Tschechien, Elsaß-Lothringen oder Nordschleswig, welches heutzutage zu Dänemark gehört, zurückzuholen?

Der Fall Südtirol läßt sich mit anderen deutschen Gebieten, die nicht mehr dem Reich angeschlossen sind, aus vielerlei Hinsicht nicht vergleichen. Der deutsche Volkstumskampf dauert seit Bestehen der Besatzung vor 90 Jahren kontinuierlich an. Südtirol ist trotz gezielter Einwanderung von Italienern und nichtitalienischen Ausländern immer noch mehrheitlich von Deutschen besiedelt. Der Ruf nach der Freiheit und Selbstbestimmung hat nie aufgehört zu verhallen. Ein Anschluß an Deutschland steht nicht zur Disposition. Die Südtiroler wollen einen Autonomiestatus* oder einen Anschluß an Österreich. Es bleibt ihnen überlassen, wofür sie sich einst entscheiden werden. Wichtig ist es, den Kampf um die Selbstbestimmung weiter zu führen, ihn von der BRD und BRÖ aus zu unterstützen und die Loslösung Südtirols von Italien voran zu treiben.

Habt ihr für die Zukunft weitere Aktionen geplant? Wenn ja, wie sollen diese aussehen?

Der erste Schritt war umfangreiches Info- und Werbematerial zur Verfügung zu stellen, das auf der Materialseite eingesehen und bestellt werden kann. Die „Deutsche Stimme“ hat uns ebenfalls den Abdruck eines Artikels zum Thema zugesagt. Desweiteren wird es öffentliche Aktionen vor Botschaften und/oder Konsulaten geben, um die deutsche Bevölkerung, wie dem italienischen diplomatischen Korps in der BRD, deutlich zu machen, daß ihre verbrecherische Besatzungspolitik in Südtirol nicht unbeobachtet bleibt. Aber jeder kann zum Thema auch selbst kreative Aktionen beitragen. Der JN-Stützpunkt Fürth zum Beispiel nahm die dortige Kirchweih zum Anlaß, für unser Anliegen zu werben. Dort wurde nämlich ein "Südtiroler Bergdorf", ein Bierzelt mit Holzvorbau, in dem man gemütlich "zig Südtiroler Spezialitäten" genießen konnte aufgebaut. Unsere Kameraden verteilten dort Flugblätter und klärten in Gesprächen eine Vielzahl von Deutschen darüber auf, daß Südtirol neben der schönen Landschaft und kulinarischen Spezialitäten auch eine Besatzungsregierung besitzt, welche Deutsche, die es noch sein wollen, mit unrechtsstaatlichen Mitteln bespitzelt, verfolgt und inhaftiert.

Herzlichen Dank für die Beantwortung unserer Fragen, wir wünschen euch viel Erfolg bei eurer weiteren Arbeit und möchten euch noch unseren Dank aussprechen, dafür, dass ihr auf die Zustände in Deutsch-Südtirol aufmerksam macht. Das letzte Wort gehört euch…

Wir bedanken uns herzlich für die Möglichkeit des Interviews. Wir würden uns auch sehr darüber freuen, wenn sich Kameraden aus dem ganzen Reich mit kreativen Aktionen an der Südtirol-Solidaritäskampagne beteiligen. Vielleicht hat unser Interview dazu einige Anreize geliefert. Man muß kein Konsulat oder gar eine Botschaft in der eigenen Stadt haben. Italienische Geschäfte, Feste mit italienischer Beteiligung, italienische Reisebüros usw. gibt es wohl in jeder größeren Stadt. Wenn ihr Aktionen macht, wäre es schön, diese mit Fotos zu dokumentieren. Auf der JN-Soliseite für die Südtiroler würden wir gerne darüber berichten (ePost-Kontakt: bund-frankenland [at] gmx.de). Denn: Solidarität ist eine Waffe!

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* Aufgrund einiger Rückfragen betreffend dem Lösungskonzept für die Südtirol-Frage im Interview für den JVA-Report, wollen wir dies noch einmal näher beleuchten, um Mißverständnisse zu verhindern.

Offiziell herrscht momentan eine "Autonomie" in Südtirol innerhalb des italienischen Regimes. Diese "Autonomie" ist aber das Papier nicht wert, auf dem sie steht. Es verhält sich mit ihr eher so, wie mit dem Begriff "Rechtsstaat" in der BRÖ und BRD. Über die Nationalistenverfolgung und antideutsche Verbotspraxis mit Sondergesetzgebung in den beiden Systemen brauchen wir nicht ausführlicher zu berichten. Wenn man heute den Begriff Autonomie für die Lösung des Südtirol-Konfliktes benennt, so kann man das losgelöst aus dem Kontext der Befragung für den Erhalt des bestehenden Status Quo, also die italienische Vorstellung von "Autonomie", mißverstehen. Die in Südtirol herrschende Südtiroler Volkspartei (SVP) verteidigt dieses Modell. Wir legen allerdings wert darauf, daß wir diese Form nicht als Lösung, sondern als Teil des Problems in Südtirol verstehen. Wenn wir als einen Lösungsansatz eine Wiedervereinigung Tirols sehen, also der Anschluß Südtirols an die BRÖ und als zweite Möglichkeit eine Autonomie für vorstellbar halten, so bezieht sich diese Option auf ein von Italien vollkommen unabhängiges Staatsgebiet innerhalb von Europa. Um Mißverständnissen vorzubeugen ist es also sinnvoller, zum einen für die vollkommene Selbstbestimmung der deutschen Südtiroler einzutreten und die Loslösung von Italien zu verlangen. Wie dieses Zukunftsmodell im einzelnen aussehen mag, wird den befreiten Südtiroler selbst überlassen sein. Ein weiterer Verbleib innerhalb des italienischen Besatzungssystems, mit vermeintlicher "Autonomie" und italienischer Hegemonie, ist und bleibt entschieden abzulehnen.

 
 
 

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